Gesunde Schule

 

„Gute Gesundheit unterstützt erfolgreiches Lernen.

Erfolgreiches Lernen unterstützt die Gesundheit.

Erziehung und Gesundheit sind untrennbar.“             

Desmond O’Byrne

 


 

Aufbau der gesunden Schule am Gymnasium Delbrück

 

Im Sinne der guten gesunden Schule gibt es am Gymnasium Delbrück vier Handlungsfelder, die sich gegenseitig durchdringen:

•    Handlungsfeld 1: Gesundheitserziehung / Lehren und Lernen, Curriculum

•    Handlungsfeld 2: Schulkultur / Schulische Umwelt

•    Handlungsfeld 3: Öffnung nach außen / Kooperation mit anderen Einrichtungen

•    Handlungsfeld 4: Schulisches Gesundheitsmanagement (Schule als „Betrieb“)


Handlungsfeld Lehren und Lernen

Die Themen zur Gesundheit gelten als Lehr- und Lernbereich und beziehen sich gleichermaßen auf Inhalte, Methoden und Didaktik. Im Kultusministerium von 1992 wurden Themenschwerpunkte festgelegt:

•    Ernährungserziehung

•    Suchtprävention

•    Sexualerziehung und AIDS-Prävention

•    Erste Hilfe

•    Hygiene / Zahngesundheitspflege

•    Sport- und Bewegungserziehung

Heute kommt noch (der aber aus einzelnen Bereichen auch resultierende Bereich) der psychischen Gesundheit dazu: Schulangst, psychische Auffälligkeiten, ADHS, Gewalt, Kommunikationsstörungen, sozial auffälliges Verhalten sowie Essstörungen,  nehmen genauso zu wie Müdigkeit und Erschöpfung, , Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder schlechte Laune und Reizbarkeit (Bella Studie 2006 / Kinderbarometer NRW 2003). Schule hat bei vielen dieser Probleme in erheblichem Maß Einfluss und damit Einfluss auf die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen. Deswegen stellt sich das Gymnasium Delbrück dieser besonderen Verantwortung und will für eine gesunde Entwicklung von Jungen und Mädchen sorgen.

Dieses Handlungsfeld kann aber nicht bedeuten, dass Gesundheitsförderung eine spezielle Aufgabe des Biologie- und Sportunterrichts ist, sondern muss von der gesamten Schule vertreten werden. Deshalb ergibt sich daraus das Logo der gesunden Schule des Gymnasium Delbrücks.

Unter dem Motto „Stay healthy – keep well“ wird ausgesagt, dass die gesamte Schulgemeinschaft gesund bleiben soll. Jedes Strichmännchen steht für einen Inhaltsbereich: Aktivität, Entspannung, Stolz, Freude, ausgewogene Ernährung und Motivation. Anders gelesen können die Strichmännchen auch für einen zufriedenen Tagesablauf im Gymnasium Delbrück stehen. Man kommt gelassen hat, bleibt locker, ist stolz und freut sich über erfolgreiche Arbeit, genießt ein schmackhaftes Essen und geht mit Motivation in den Nachmittag. Niemand fühlt sich ausgebrannt, niemand fühlt sich unwohl, sondern glücklich.

Es geht also in der gesunde Schule des Gymnasium Delbrücks um das Wohlbefinden von allen, die an unserer Schule tagtäglich ein und aus gehen .


Handlungsfeld Schulkultur / Schulische Umwelt

Dieses Handlungsfeld ist dem ganzheitlichen Ansatz verpflichtet. Neben dem Individuum wird das soziale Umfeld auf seine gesundheitsbeeinträchtigenden oder gesundheitsfördernden Elemente analysiert und schrittweise verbessert. Hier gelten die Leitgedanken, dass Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer sich in ihrem schulischen Umfeld wohl fühlen sollen, sich gern dort aufhalten und dieses Umfeld eigentätig mitgestalten können. Zum Handlungsfeld können bauliche Maßnahmen, eine bewegungsfördernde Schulhofgestaltung, die Einrichtung von Ruheräumen, Farbgebung und Farbgestaltung der Klassenzimmer gehören sowie die ergonomische Überprüfung und Verbesserung des Schulmobiliars, die sowohl die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler als auch der Lehrerinnen und Lehrer zum Ziel haben.  Bauliche Maßnahmen erfolgen zur Zeit im Bereich der Mensa, hier wird auch Wert auf die Farbgebung und Gestaltung gelegt (vgl. Mensa-Konzept), der Schulhof oder überhaupt die Schulhofnutzung sollte mit Erweiterung des Schulhofs in Form des Hauptschulgebäudes konzeptionell geplant werden, Ruheräume müssen dann spätestens eingerichtet werden, so dass das Schulmobiliar erst einmal später in den Blick genommen wird, da hier die Voraussetzungen angebracht sind.


Handlungsfeld Kooperation mit örtlichen Einrichtungen

„Durch Öffnung nach außen können Schulen viele Impulse erhalten.“ (Paulus / Stier, S. 10) Nach dem Verständnis der Ottawa-Charta zielt Gesundheitsförderung auf das vernetzte Vorgehen verschiedener Organisationen und Partner ab. Das Gymnasium Delbrück arbeitet im Bereich der gesunden Schule sehr eng mit der BEK zusammen. Für die Suchtprävention arbeiten wir mit der Suchtberatungsstelle in Paderborn sowie der Lobby-Beratungsstelle in Delbrück zusammen. Besonders für die psychische Gesundheitsförderung sind neben der Beratungsstelle auch die Kontakte zu den Kirchengemeinden und dem Caritasverband  von sehr großer Relevanz. Weitere Aktionen werden von der Löwenapotheke in Delbrück, der Universität Paderborn sowie der AIDS Beratungsstelle in Paderborn durchgeführt. Zur weiteren Öffnung nach außen kooperiert das Gymnasium durch die Mitgliedschaft im Landesprogramm BuG mit vielen weiteren Schulen und Institutionen.

Die externen Partner bringen ihre Fachkenntnisse, Ressourcen, Erfahrungen und ihren „Blick von außen“ ein und erweitern damit schulische Ressourcen. Durch die Öffnung nach außen werden Impulse in die Schule hineingetragen, die das Schulklima beleben und fördern können.


Handlungsfeld Schulisches Gesundheitsmanagement

Dieses Handlungsfeld bildet die Klammer zu den drei vorangegangenen Handlungsfeldern. Angelehnt an Prinzipien betrieblicher Gesundheitsförderung handelt es sich um ein integriertes Schulentwicklungsprogramm, das sich auf alle Bereiche der Schule erstreckt. Ausgangspunkt muss die Leitfrage sein: Wie können Entwicklungen zu einer gesundheitsfördernden Schule gefördert werden?

Auf Basis der jeweiligen Ausgangs- und Bedarfslage unserer Schule, die durch die IQES-Befragung analysiert wurde, werden Ziele zum Führungs- und Arbeitsstil, zu Maßnahmen der Personalentwicklung, zur Schulkultur und zum Schulklima, zu gesundheitsfördernden Lehr- und Lernformen als lang-, mittel- und kurzfristige Ziele festgelegt. Dann wird regelmäßig überprüft, ob die Ziele eingehalten wurden, um dann entweder Barrieren und Hindernisse, die der Zielerreichung entgegenstanden, abzubauen oder die nächsten Ziele anzusteuern.

Bei dem umfassenden Ansatz einer gesundheitsfördernden Schule werden Gesundheitsbotschaften nicht partiell vermittelt, sondern die Schule versteht sich als ein soziales System, das der Gesundheit auf allen Wirkungsebenen verpflichtet ist. Ganz nach dem Motto von Arthur Schopenhauer: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nicht.“

 

Koordinatorin: Denise van der Velden