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Bildung und Gesundheit

 

Das Konzept der guten gesunden Schule möchte Gesundheit in den Dienst der Schule stellen. Dies ist eine Kehrtwende im Verständnis schulischer Gesundheitsförderung, da der Aspekt der Gesundheit nicht mehr das übergeordnete Ziel von Interventionen darstellt, sondern die Schule maßgeblich in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag unterstützt wird . Im Gegensatz zum traditionellen Konzept der Gesundheitsfördernden Schule wird dann Schule nicht mehr als ein Setting verstanden, das lediglich gesundheitsförderlich gestaltet werden soll. Zentral ist vielmehr die Frage: Was ist das „Kerngeschäft“ von Schule und welchen Beitrag kann der Aspekt der Gesundheit dazu leisten?
Dies führt dann auch dazu, dass sich die schulische Gesundheitsförderung (stärker als bisher) mit der pädagogischen Diskussion um die Qualität von Schule auseinander setzen muss. Somit entstand in NRW die Initiative „Bildung und Gesundheit“ (BuG), zu deren Netzwerk seit 2011 auch das Gymnasium Delbrück gehört.
Ziel des NRW-Landesprogramms Bildung und Gesundheit ist die Unterstützung von Schulen und Kindertageseinrichtungen bei ihrem Vorhaben, sich zu guten gesunden Bildungseinrichtungen zu entwickeln. Es ist damit kein weiteres Siegel, sondern eine landesweite Unterstützung zum einen in finanzieller Sicht, zum anderen in ideeller Sicht (Ideen und Handlungsalternativen). Das Landesprogramm BuG bietet Möglichkeiten einer nachhaltigen Gesundheitsförderung und gibt an, was wirklich hilft, was sich bewährt hat und wie bzw. wo man sich Expertenhilfe von außen einholen kann. Ein ebenfalls interessanter Aspekt ist die Relevanz von guter Qualität in den Bereichen Pädagogische Wirkungen, Bildungs- und Erziehungserfolg, Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht sowie Gesundheitsbildung und -erziehung.
Das BuG-Netzwerk sorgt also für deren stetige und nachhaltige Verbesserung durch Schulentwicklung. Denn ein langfristiger Erfolg wird nur dann möglich sein, wenn Schülerinnen und Schüler wie Lehrkräfte ihre Ressourcen und Kompetenzen optimal nutzen können: Ohne Gesundheit kein Bildungserfolg und ohne Bildung keine Gesundheit.

Weiterentwicklung gesunde Schule –   

Psychische Gesundheit als Jahresschwerpunkt für BuG

Fragt man die Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasium Delbrücks, dann kennt jeder Schülerinnen oder Schüler, die an keiner bekannten Erkrankung leiden, und doch nicht gesund sind: Es gibt einen Jungen, der gerne seine teuren elektronischen Geräte vorzeigt, die er sich selbst nicht leisten kann. Ein Mädchen, die jeden ansnobbed und deswegen schnell keine Freunde mehr hat. Sie hat keine bekannte Erkrankung. Aber wer würde sie als gesund bezeichnen? Einen Oberstufenschüler, der eine richtige „Schnarchnase“ ist. Er geht zur Schule und tut nichts anderes. Er hilft nicht zu Hause, er redet wenig und macht nur das Mindesteste, wenn er Aufgaben erfüllen soll. Seine Mutter behandelt er als sei sie seine Dienerin. Er hat keine bekannte Erkrankung. Aber ist er gesund? Weiterhin gibt es Jugendliche, die nur noch über Facebook, SchülerVZ und Co kommunizieren. Sie haben keine bekannte Erkrankung, aber sind sie noch gesund? Oder ein Mädchen, das sich selbst filmt, während es sich mit der Zahnbürste in intimen Bereichen berührt und dieses Video ins Internet stellt. Oder die Jungs, die sich dieses Video auf ihr Handy laden? Sind sie gesund? Und wenn ja, wie lange noch. Wer von diesen Jugendlichen ist wohl glücklich und fühlt sich wohl?
Das sind alles Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Delbrücks und das sind die, die eigentlich noch gesund sind. Was ist mit den Mädchen und Jungen, die unter Schulangst leiden, die an einer Essstörung erkrankt sind, die regelmäßig am Wochenende Alkohol trinken oder schon einmal Drogen konsumiert haben, die häufig Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen haben, im Unterricht weinen, depressiv sind, sich selbst verletzten oder an Borderline erkrankt sind? Diese Kinder und Jugendlichen haben keine Freude mehr in der Schule, sie sind psychisch nicht gesund.
Aus diesem Grund wird am Gymnasium Delbrück in Unterstützung vom Landesprogramm Bildung Gesundheit die Prävention im Bereich der psychischen Gesundheit weiterausgebaut.