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Das Kollegium

am GyD im Schuljahr 2019/20

Pädagogik

„Non scholae, sed vitae discimus!”

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

Wir haben die Schülerinnen und Schüler unserer Kurse gefragt, was sie am Pädagogik-Unterricht besonders schätzen – einhellige Antworten darauf lauten: „Das Wissen kann man auch außerhalb des Unterrichts anwenden.“ oder „Pädagogikunterricht hat mit unserem Leben zu tun.“

Treffender könnte man die Zielsetzung des Faches, das beginnend mit der Oberstufe unterrichtet wird, kaum benennen. Die Erziehung und der Unterricht sollen gemäß der Richtlinien zu einer wissenschaftspropädeutischen Ausbildung führen und Hilfen zur persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortung geben.

Wir beginnen bereits in der Einführungsphase der Oberstufe Erziehungssituationen und Erziehungsprozesse zu analysieren, indem wir Situationen z. B. im Rollenspiel darstellen und diese aus Sicht der Erziehungsstilforschung oder Kommunikationstheorie untersuchen. Ein Schüler meint dazu: „Es ist faszinierend zu sehen, welche Folgen eine fehlende oder falsche Erziehung haben kann!“

Auch die weiteren Kurshalbjahre mit den Themen „Entwicklung und Sozialisation in der Kindheit“ und „Entwicklung, Sozialisation und Identität im Jugend- und Erwachsenalter“ bieten aus psychoanalytischer und soziologischer Perspektive zahlreiche Anknüpfungspunkte für handlungsorientierte und lebensnahe Bezüge. Ein Schüler hebt positiv hervor: „Man kann so die Hintergründe seiner eigenen Entwicklung viel besser verstehen!“

Die Ursachen möglicher Störungen im Jugendalter werden z. B. mit Hilfe von Theorien zu abweichendem Verhalten untersucht. Unsere Schüler und Schülerinnen schätzen die Erklärungsansätze, die sich mit der Entstehung von Gewalt oder der Identitätsfindung auseinandersetzen, da sie so konkrete Lebensweltbezüge herstellen können. Auch die Kursthemen „Normen und Ziele in der Erziehung“ und „Identität“ wecken durch Themen wie „Bildungs- und schultheoretische Perspektiven nach der PISA-Studie“ oder „Konzepte interkultureller Pädagogik“ das Interesse der Schüler. Die Richtlinien weisen explizit darauf hin, dass immer wieder darauf geachtet werden muss, dass die pädagogische Relevanz der Phänomene diskutiert wird: „Erziehungswissenschaftlicher Unterricht kann nicht bei Erklärungsmodellen für Entwicklung und Sozialisation oder bei der Rezeption der Ergebnisse empirischer Forschung stehen bleiben. Seine Aufgabe ist es, die Bedeutung solcher Forschungsergebnisse für pädagogisches Handeln, für die Veränderung erzieherischer Praxis und für die normativen Aspekte pädagogischer Theorie zu betrachten.“ (Richtlinien und Lehrpläne Erziehungswissenschaft 1999, S. 19).

In unserem Unterricht bieten uns demnach die didaktischen Prinzipien des Lebensweltbezugs, der Handlungsorientierung und der Wissenschaftspropädeutik Orientierungspunkte, die sich nicht nur gut miteinander verbinden lassen, sondern gegenseitig bedingen, wenn man vermeiden möchte, dass ein allgemeines ‚Labern’ an die Stelle eines ernsthaften Diskurses tritt (vgl.http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2005/492/pdf/THIDIDAK.pdf [Stand: 30.11.2018]).

Verantwortlich: C, Tiemann Stand: 30.11.2018

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