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Individuelle Förderung

... in den Kernfächern Englisch, Deutsch und Mathematik


Das Lernen in der Schule hat sich im Rahmen von Schulzeitverkürzung und heterogenen Klassen gewandelt. Mehr denn je stehen die Individualisierung des Lernens und die Förderung jedes Einzelnen im Mittelpunkt von Planung, Durchführung und Evaluation von Unterricht. Doch auch wenn diese Themen die derzeitigen Diskussionen prägen, so viele offene Fragen sind gleichzeitig damit verbunden: Wie können wir unsere Schülerinnen und Schüler individuell fördern? Welche Methoden sind möglich? Wie lässt sich die Organisation gestalten?

Die Kernfächer Deutsch, Englisch und Mathematik des Gymnasiums Delbrück haben sich im Schuljahr 2011/12 intensiv mit den Leitfragen zur Förderung des Lernens auseinandergesetzt und Konzepte zur Individualisierung dessen erarbeitet. Die dabei entwickelten Förderkonzepte werden im Folgenden in ihren Grundzügen dargestellt.

Individuelle Förderung im Fach Englisch

Im Schuljahr 2010/11 hat die Fachschaft Englisch ein neues und innovatives Konzept zur individuellen Förderung in den Klassen 5 und 6 eingeführt. Wesentlich dabei ist das Schaffen von kleineren Lerngruppen (13-15 Schülerinnen und Schüler) – jede Klasse wird in der Förderstunde in zwei Lerngruppen geteilt, die dann von zwei Lehrern/ Lehrerinnen in zwei Räumen gefördert und gefordert werden.
Eine weitere innere Differenzierung der Lerngruppen („Förderecken“) ermöglicht dann, dass die Schüler und Schülerinnen Defizite gezielt aufarbeiten können und leistungsstarke Schüler und Schülerinnen mit zusätzlichem Material gefordert werden. Diese Maßnahmen richten sich nach den Kompetenzbereichen Speaking/Pronuciation, Writing und Grammar.
Im ersten Halbjahr der Klasse 5 werden die Kompetenzen der Grundschule im regulären Unterricht vertieft und die Lernstandards im Bereich Englisch angeglichen. Im 2. Halbjahr der Klasse 5 und im 1. Halbjahr der Klasse 6 können dann gezielte Fördermaßnahmen für die Schüler und Schülerinnen in der zusätzlichen Förderstunde durchgeführt werden.
Diagnoseinstrumente, um eine gezielte Förderung zu ermöglichen, sind dabei: Lehrerbeobachtungen im Unterricht bzgl. des Sprachgebrauchs, Texte und andere Hausaufgaben der Schüler und Schülerinnen, Checkpoints im Schülerarbeitsheft, Klassenarbeiten u.a.
Eine Evaluation des  Förderkonzeptes hat gezeigt, dass besonders die Schülerinnen und Schüler den Unterricht in kleineren Lerngruppen zu schätzen wissen.

Individuelle Förderung im Fach Deutsch

Die Fachschaft Deutsch hat nach den vielen positiven Erfahrungen in der Englischförderstunde in diesem Schuljahr das bisherige Förderkonzept verändert. Die Struktur des „Zwei Lehrer- Zwei Räume- Prinzips“ wurde nun auch für die Deutschförderstunde aufgegriffen. Um den Schülerinnen und Schülern der Stufen 5 und 6 nicht zu viele Stunden im Plan zuzumuten, greift die Deutschfachschaft die Halbjahre auf, in denen keine Englischförderstunde stattfindet. Somit wird der Förderunterricht in der 5.I und 6.II unterrichtet. Für eine zuverlässige Diagnose der Stärken und Schwächen aller Schüler wird auf eine online- Diagnose des Diesterweg/ Schönigh-Verlages zurückgegriffen.  In einem circa 45 minütigen Onlinetest werden alle Kompetenzbereiche (Hören, Lesen, Schreiben, Rechtschreibung, Grammatik) abgefragt. Die Ergebnisse werden ausgewertet und ein Förderplan wird erstellt. Seit Oktober werden diese Tests in allen Klassen 5 durchgeführt. Im Anschluss können Materialien (online und gedruckt) als Fördermaterialien bearbeitet werden.  

Individuelle Förderung im Fach Mathematik

Die Fachschaft Mathematik hat im Bereich der individuellen Förderung in den vergangenen Jahren die Selbsteinschätzungsbögen als Diagnoseinstrumente im Fachunterricht der Sekundarstufe I etabliert. Erlerntes Wissen wird mit ihrer Hilfe am Ende eines Themas selbstständig überprüft und Wege zur eigenständigen Aufarbeitung und Vertiefung aufgezeigt.
Im Schuljahr 2011/12 wurde der erfolgreiche Einsatz der Diagnosebögen um einen weiteren Förderbaustein ergänzt, der sich mit dem Übergang von Klasse 9 in die Einführungsphase befasst. Dabei greifen zwei Phasen ineinander: in Klasse 9 die Diagnose der Stärken und Schwächen, in der Einführungsphase die Aufarbeitung von Lücken im Basiswissen.
Das Förderkonzept für den Übergang wurde zum ersten Mal im Schuljahr 2011/12 umgesetzt. Dabei haben alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen im Rahmen der Diagnose einen Eingangstest für die Oberstufe geschrieben, in dem wichtiges Basiswissen für die Osterstufe geprüft wurde. Nach Auswertung des Tests durch die Mathelehrerinnen und –lehrer haben alle Schülerinnen und Schüler eine Auswertung ihrer Testergebnisses bekommen, in der ihnen ihr individueller Übungsbedarf zurückgemeldet wurde. Anschließend übersetzten Die Schülerinnen und Schüler diese Rückmeldungen in das bekannte Format der Selbsteinschätzungsbögen und arbeiteten fünf Themen heraus, in denen der Übungsbedarf am größten war. Nach den Sommerferien und dem Übergang der Schülerinnen und Schüler in die Einführungsphase arbeiteten diese zu Beginn des neuen Schuljahres mithilfe ihres Arbeitsplans selbstständig an ihren Lücken. Dafür konnten sie auf nach Themen sortiertes Material zurückgreifen (Fit für die Oberstufe), das von Mathematiklehrerinnen und –lehrern unserer Schule entwickelt wurde und online auf der Homepage zum Download zur Verfügung stand. Das Material ist weiterhin über die Homepage der Schule abrufbar und kann als Nachschlagewerk bis zum Abitur genutzt werden.